MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy)
Ein neuer Ansatz zur Rückfallprophylaxe
bei Depressionen
Die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie wurde gemeinsam von den Professoren
Zindel Segal, John Teasdale und Mark Williams entwickelt und kombiniert
Elemente aus dem MBSR-Programm von Prof. Dr. Kabat-Zinn mit Techniken der
kognitiven Verhaltenstherapie in einem Acht-Wochen- Kurs.
Neben formalen Achtsamkeitsübungen und der Schulung der Achtsamkeit im Alltag beinhaltet das Programm
grundlegende Informationen zum Thema Depressionen und greift auf Übungen der kognitiven Verhaltenstherapie zurück.
Warum Prävention nach einer Depression?
Depressionen gehören zu den am weitesten verbreiteten psychischen Erkrankungen. Eines der
Kernprobleme bei depressiven Störungen ist das Rückfallrisiko, sowie das Gefühl der Betroffenen, einem erneuten Rückfall hilflos ausgeliefert zu sein. Mindestens 50 % der Patienten, die sich von
einer depressiven Episode erholt haben, erleiden erneut einen Rückfall.
MBCT
(Mindfulness-Based Cognitive Therapy)
Ein neuer Ansatz zur Rückfallprophylaxe
bei Depressionen
Da sich bei depressiven Menschen die Gedanken häufig verselbstständigen und wie von einem "Autopiloten" auf Einbahnstraßen gelenkt werden, lernt man im Achtsamkeitsprogramm, aus diesen
Gedankenschleifen auszusteigen und sich ins Hier und Jetzt zurückzuholen.
Das Programm richtet sich an Menschen, die akut nicht depressiv sind, aber
bereits mehrere depressive Episoden erlebt haben.
Forschung
Erste wissenschaftliche Studien lassen darauf schließen, dass die achtsamkeitsbasierte
kognitive Therapie eine wirkungsvolle Methode ist, das Rückfallrisiko bei Patienten mit drei oder mehr vorangegangenen depressiven
Episoden zu reduzieren.